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"100 Jahre Weimarer Republik - 100 Jahre Volkshochschule Weimar"

Im Jahr 2019 wird die Volkshochschule Weimar wie bundesweit viele andere Volkshochschulen 100 Jahre alt. Gemeinsam mit den Jubilaren „Weimarer Verfassung“ und „Staatliches Bauhaus“ richten wir unseren Blick in die Vergangenheit: auf 100 Jahre Erwachsenenbildung in Weimar. In der Ausstellung möchten wir die Geschichte unserer Volkshochschule von der Gründung bis zur Gegenwart durchleuchten. Es zeigt sich eine Institution im Wandel der Zeit und der Gesellschaften, die nicht immer ihrer demokratischen Gründungsidee treu geblieben ist.
Was ist diese Gründungsidee? Im März 1919 – also vier Monate nach Ende des 1. Weltkrieges – erscheint ein Aufruf zur Gründung der Volkshochschule Thüringen, der für unsere heutigen Ohren pathetisch klingt, aber bodenständig gemeint ist:
„Die Erneuerung und Wiederaufrichtung unseres Volkes fordert neben seiner wirtschaftlichen Umformung den Ausbau des freien geistigen Lebens und eine neue Teilnahme aller seiner Kinder an dem großen gemeinsamen Besitz unserer geistigen Güter. Neben der Umgestaltung unserer Schulerziehung braucht es darum einer neuen Gemeinschaft aller derer, die nicht nur an ihrer fachlichen Ausbildung weiterarbeiten, sondern sich auch im späteren Leben trotz der Not des Tages Herz und Kopf offen halten wollen für die unvergängliche Herrlichkeit der geistigen Schöpfungen unseres Volkes und seine Entwicklung in der geistigen Arbeit. Diese neue Gemeinschaft soll in Thüringen durch unsere ‚Volkshochschule Thüringen‘ geschaffen werden. Als Volkshochschule arbeitet sie im Geiste freier Wissenschaft ohne parteipolitische Stellungnahme. Als Volkshochschule wendet sie sich an alle Kreise und sucht ihre Helfer in allen Kreisen.“
(Blätter der Volkshochschule Thüringen 1. März 1919)

 

„Vom Dasein und der Grenzerfahrung – Zeichenkunst der Gegenwart“

Die Tradition Thüringer Zeichenkunst – von Goethe über die Weimarer Malerschule hin zu Lyonel Feininger und anderen Künstlern der Moderne – ist über die Landesgrenzen hinauswegweisend gewesen. Der Künstler Horst Wagner möchte an diese große Tradition anknüpfen und diese scheinbar verloren gegangene Kunstform aktualisieren, wiederbeleben und ihr neue Impulse geben. Horst Wagner zeigt in der Volkshochschule Weimar zeitgemäße Zeichnungen und Studien, die als Vorarbeiten für großformatige Öl- und Acrylmalereien entstanden sind. Die Zeichnungen mit ihrem Bezug zu den Gemälden sind eigenständige Werke. Die Ausstellung gibt mithilfe von QR-Codes die Möglichkeit, sich die Fotos der Gemälde auf das Smartphone zu holen, um sie in Beziehung zu den Zeichnungen setzen zu können. Horst Wagner, der als Nietzsche und Schopenhauerverehrer auch philosophisch interessiert ist, setzt sich als Zeichner und Maler mit dem Dasein und den Grenzerfahrungen des Menschen der Gegenwart auseinander. Seine Werke sind Spiegel unserer Gesellschaft und verweisen auf Entwicklungen unserer Zeit. Seine Zeichnungen zeigen, dass dieses künstlerische Ausdrucksmittel mit aktueller Kraft modern sein kann. Wir laden herzlich zur Vernissage am Info-Abend, den 23. August 2018 um 17.30 Uhr in die Volkshochschule Weimar ein.

Einladung


"Weimar-Almanach aus Kinderhand"

Der Malkurs „Bunte Brücke“ nahm 2017 Kurs auf Weimar und machte auf Zuruf halt. Dann wurde vor Ort das, was da war, auf Papier festgehalten. Wer Teil des Projektes sein wollte und sich ein Bild der eigenen Institution, der Hausgemeinschaft etc. wünschte, konnte sich anmelden und wurde porträtiert. So entstanden außergewöhnliche Porträts von Institutionen, Vereinen, Initiativen und dergleichen durchs kindliche Auge erfasst, forsch interpretiert und kräftig ausgedrückt. Die Sammlung von Skizzen, Bildern und Texten wird hier erstmals ausgestellt und bildet einen Weimar-Almanach aus Kinderhand.

Wir laden herzlich zur Vernissage am 01.02.18 um 17.30 Uhr in den Fluren der Volkshochschule Weimar ein. Mit einführenden Worten von Ulrich Dillmann und musikalischer Umrahmung von "A bissel Überraschung" freuen wir uns, die Bilder mit Ihnen betrachten zu können.
Mehr über das Projekt erfahren Sie auf www.weimar-almanach.eu

Einladung


"Gesehen und aufgehoben"

Von einem Unbekannten stammt der Ausspruch: „Zum Fotografieren braucht man Zeit. Wer keine Zeit hat, kann ja knipsen.“ Der Satz könnte von Dr. Jörg Prager stammen, der seit vielen Jahren fotografiert. Beim Betrachten der Ausstellung „Gesehen und aufgehoben“ können wir bemerken wieviel Zeit er in seine Aufnahmen investiert und was die Aufmerksamkeit des genauen Beobachters und seine Konzentration auf den Augenblick für den Ausdruck des Bildes bewirken. Das Sehen und das künstlerische Umsetzen bleiben für Dr. Jörg Prager – dicht gefolgt vom Technischen – das Wichtigste und das Wesentliche beim Fotografieren. Diese Ausstellung zeigt ausgewählte Landschafts-, Architektur-, Tier- und Detailfotografie. Es sind die malerischen Landschaften Norwegens, Maltas, Irlands und den USA zu sehen, Architektur und Stadtraum in Norwegen, Deutschland, Polen und Malta sowie heimische und fremde Flora und Fauna zu entdecken. Eben alles, was sich anzusehen und aufzuheben lohnt.

Dr. Hans-Jörg Prager, geboren 1953 in Cottbus, promovierte in Wirtschaftswissenschaften, bevor er als freier Dozent für EDV, Marketing und Fotografie tätig wurde. Seit vielen Jahren erklärt er auch den Teilnehmenden seiner Kurse an der Volkshochschule Weimar und anderswo den Unterschied zwischen Knipsen und Fotografieren und führt sie in die Kunst der Fotografie ein. Seine Leidenschaft für das Fotografieren treibt ihn auf Reisen um die ganze Welt. Das nächste Ziel wird Kamtschatka sein. Wer mehr von ihm sehen möchte, kann das auf jpr-foto.de

Einladungskarte zur Vernissage


"Abgespielt?"

Die Ausstellung "Abgespielt?" von Susanna Beyer in der Volkshochschule Weimar zeigt Schauspiellegenden und Sujets der Filmgeschichte der 30er- bis 70er-Jahre. Zu sehen sind u.a. Charlie Chaplin, Marlene Dietrich, James Dean und Elvis Presley. Die Frage des Ausstellungstitels bezieht sich auf verschiedene Aspekte. Zum einen sieht man diese Filme kaum noch im Kino, zum anderen werden sie auch nur noch selten von einer Filmrolle abgespielt. Der dritte Aspekt ist, dass die Künstlerin ihre Porträt-Collagen auf „abgespielten“ Theaterkulissen gemalt hat. Was die Frage aufwirft: Ist das Alte wirklich schon abgespielt, vergessen und vorbei oder begegnen wir den Schauspielerinnen und Schauspielern, die sich mit Mimik, Gestik und Szenen in unser Gedächtnis eingebrannt haben, neu?
Die Künstlerin Susanna Beyer ist ausgebildete Theatermalerin und seit 1990 am Deutschen Nationaltheater Weimar tätig. Leidenschaft, Dynamik und Spontanität sind ihr für den künstlerischen Akt unverzichtbar. Sie lässt sich von den vorgefundenen Farben, Formen und Oberflächenstrukturen der Kulissen-ausschnitte inspirieren und nimmt sie als Ausgangspunkt für den kreativen Prozess. Mit schichtweisem Anordnen und Setzen von kräftigen und oft komplementären Farben im Bereich von Licht und Schatten werden Charakteristika herausgearbeitet und das Comeback der Schauspiellegenden auf dieser Art von Leinwand eingeleitet.

Einladung