Sie befinden sich hier:
News-Artikel

Puschkin soll bleiben!?


Podiumsdiskussion zum Umgang mit russischer Kultur in Zeiten des Krieges

Im Herbst letzten Jahres plante die Volkshochschule Weimar für das 2. Halbjahr 2022 eine Ausstellung unter dem Titel „Freundschaftsrad“.
Diese Ausstellung zeigt Gemälde und Zeichnungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 13 internationalen Ethno-Art-Symposien für zeitgenössische Kunst aus den Sammlungen des Staatlichen Museums für Geschichte, Architektur und Kunst in Jelabuga (Russische Föderation, Republik Tatarstan).
An den 13 Symposien beteiligten sich etwa 750 Künstler/-innen aus 24 Ländern, darunter Russland, Belarus, Kanada, China, Ukraine u.v.m.
Die Ausstellung wurde 2019 kuratiert und wird bis heute unterstützt durch das Ministerium für Kultur der Russischen Föderation. Der Volkshochschule wurde die Ausstellung durch die Maria-Pawlowna-Gesellschaft e. V. vermittelt.

Nach langen Diskussionen entschied sich die vhs gemeinsam mit der Maria-Pawlowna-Gesellschaft, angesichts der Kriegslage in der Ukraine diese Ausstellung vorerst nicht zu zeigen.
„Das war für uns keine leichte Entscheidung“, so der Leiter der Volkshochschule, Ulrich Dillmann, „auch weil wir um das Engagement aller Beteiligten wissen. Deshalb war uns auch schnell klar, dass wir dieses Thema noch einmal aufbereiten müssen.“
Daher veranstaltet die Volkshochschule zu der Ausstellung und zu der Frage nach dem Umgang mit russischer Kultur am Montag, 28. November, 19.30, Großer Saal im mon ami, eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Puschkin soll bleiben!? Zum Umgang mit russischer Kultur in Zeiten des Krieges“. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Die Veranstaltung wird über YouTube gestreamt. Zugang zum Stream ist über folgenden Link möglich:

https://www.youtube.com/watch?v=uEdZRAnsMkU

Moderiert wird die Podiumsdiskussion von dem Journalisten und vielfach ausgezeichneten Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer, der in diesem Jahr mehrfach, u.a. für das ZDF-Auslandsjournal, den RBB und Arte die Ukraine bereiste. „Natürlich müssen wir angesichts des Krieges unsere Russland-Politik überdenken. Damit einher geht auch ein Nachdenken über die kulturellen Beziehungen“, so der Filmemacher, „denn wie können diese in Zukunft aussehen und wie können sie zum Frieden in Europa beitragen?“
Diese Themen möchte Carl Gierstorfer am 28. November mit seinen Gästen diskutieren. Diese sind der Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Dr. Ulrike Lorentz (Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar), Dr. Irina Tschistowskaja (Maria-Pawlowna-Gesellschaft e. V.), Prof. Dr. Irina Scherbakowa, Mitbegründerin von „Memorial“ (Friedensnobelpreis 2022) und Trägerin des Weimarer Menschenrechtspreises 2022, Prof. Dr. Silke Satjukow aus Weimar (Historikerin) und Ulrich Dillmann (Leiter der Volkshochschule Weimar).
Kooperationspartner/-innen sind die Klassik Stiftung Weimar, das Deutsche Nationaltheater/Staatskapelle Weimar und die Gedenkstätte Buchenwald.


Zurück