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Kursangebote / Kursdetails

19110001 Die Brüche der Moderne oder: brüchige Moderne?

Beginn Do., 13.06.2019, 19:00 - 21:15 Uhr
Kursgebühr 3,00 €
Dauer 1 Termin
Kursleitung Dr. Rüdiger Schmidt-Grépály

Friedrich Nietzsche diagnostiziert den Tod Gottes, den wir alle getötet hätten. Nun hat die Welt kein Zentrum mehr, es wird kälter und kälter. Die Suche nach einem neuen Zentrum begleitet die Moderne von Anfang an. Schon Descartes, mit dem die Moderne philosophisch beginnt, sucht nach dem einen festen Punkt, von dem sich die Welt, nicht nur geistig, neu aufbauen lässt. Nach dem Einsturz aller (mittelalterlichen) Gewissheiten findet er ihn in dem nicht zu bezweifelnden Satz: ich denke, also bin ich. Damit aber bleibt der Mensch allein, er wird modern! Die französische Revolution macht die Vernunft zur neuen Gottheit, die die Welt gestalten soll. Dieses Versprechen gilt bis heute. Im Rückblick erscheint die Vernunft als eine instrumentelle, die Auschwitz möglich machte.
Ausgehend von Texten, die diese Brüche thematisieren, soll im Seminar gefragt werden, ob die positiven Versprechungen der Moderne noch eine Zukunft haben.



Kurs abgeschlossen

Kursort

R. 305

Graben 6
99423 Weimar

Termine

Datum
13.06.2019
Uhrzeit
19:00 - 21:15 Uhr
Ort
Graben 6, VHS-Haus 1, R. 305