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22110201

Das unzufriedene Volk: Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute (vhs.wissen live)

Manche Ostdeutsche stilisieren sich im öffentlichen Diskurs gern als Opfer der deutschen Einheit. Tatsächlich aber haben sich die Bürgerinnen und Bürger der ehemaligen DDR von der friedlichen Revolution bis heute als mächtiger politischer Akteur erwiesen.
So ging im revolutionären Umbruch von 1989 die Dynamik nicht von der kleinen Schar der Bürgerrechtler und Bürgerrechtlerinnen aus, sondern von der Bevölkerung.
Doch heute beherrscht die ostdeutsche Bevölkerung durch ihr Wahlverhalten und nicht zuletzt durch ihren „Opferdiskurs“ die öffentlichen Debatten.
Am ostdeutschen Protestverhalten lässt sich begreifen, wie sich eine Bevölkerung zum Volk konstituiert - unter den Bedingungen einer Diktatur - und wie in der Demokratie die kollektive Selbstermächtigung zum Ressentiment verkommen kann.
Detlef Pollack zählt zu den führenden Religions- und Kultursoziologen. Er hatte Professuren in Leipzig, Frankfurt/Oder und New York inne. Derzeit lehrt er in Münster.
Prof. Stefan Locke wurde 1974 in Bautzen geboren. Er studierte in Dresden und Portland/ Oregon und arbeitete anschließend für die "Dresdner Morgenpost". Seit September 2016 ist er politischer Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.
Bitte melden Sie sich mindestens zwei Arbeitstage im Voraus an. Sie erhalten kurz vor der Veranstaltung den Zugangslink per Mail.

Kurs abgeschlossen


Termine

Datum
1. Termin am 09.02.2022
Uhrzeit
19:30 - 21:00 Uhr
Ort
Ort: Online