Der talentCAMPus wird im Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Es unterstützt Bündnisse auf kommunaler Ebene, die gemeinsam Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen und/oder bildungs- und kulturfernen Milieus oder Orten mehr Bildungsgelegenheiten im außerschulischen Bereich bieten.
Der deutsche Volkshochschulverband hat in diesem Rahmen ein ganztägiges Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren entwickelt: den talentCAMPus, den auch die Weimarer Volkshochschule mit kommunalen Partnern umsetzt.
Im talentCAMPus finden unterschiedliche Lern- und Kulturprojekte mit unterschiedlichen Themen für Kinder und Jugendliche statt. Die Projekte werden von Kooperationspartner in den Stadtteilen umgesetzt. Egal wer-wie-wo & was, Spaß macht Bildung in jedem Fall!
Im Juni 2024 ist die Broschüre über die letzten 11 Jahre des Projekts in Weimar entstanden: „talentCAMPus in Weimar – das ist cool! Kulturelle Bildungsprojekte für junge Menschen„.
Globales Lernen ist ein interdisziplinäres Lernprinzip und ein ganzheitliches Bildungskonzept, das im Rahmen einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verortet ist. Es nimmt die globalen Zusammenhänge in unserem Alltag in den Blick und betrachtet sie aus sozialer, ökologischer, politischer oder wirtschaftlicher Perspektive. An der vhs haben wir dazu zwei Schulprojekttage mitkonzipiert, die kostenfrei von Schulen gebucht werden können. Im Mittelpunkt steht handlungsorientiertes und partizipatives Lernen, der Erwerb von Kompetenzen, um sich in der globalisierten Welt zu orientieren und verantwortlich zu leben. Jenseits vom Denken in festen Kategorien und fertigen Antworten geht es darum, was jede und jeder Einzelne im Sinne einer humanen Weltgesellschaft beitragen kann – zur weltweiten Durchsetzung von Menschenrechten und globaler Gerechtigkeit sowie zum Schutz unserer Umwelt. Globales Lernen ist ein Baustein auf diesem Weg.
Gerade junge Menschen müssen anschaulich und mit persönlichem Gewinn für diese Themen gewonnen werden. Unseren Kooperationspartnern wie dem Thüringer Ökoherzverein gelingt das in ihren Workshops. Im Projekttag „Erneuerbare Energien auf dem Prüfstand“ wird mit Solar-Sets experimentiert und im Projekttag „Fleischkonsum global – Landwirtschaft unter der Lupe“ wird gekocht.
Die Förderung kommt aus dem Projekt „Globales Lernen in der vhs“ des DVV International und ist eine Zuwendung/Förderung von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) aus dem Bundeshaushalt.
Für die 5.-11. Klassenstufe, 6 Unterrichtsstunden, kostenfrei
Die Schwierigkeiten einer globalisierten Welt sind Schüler*innen bewusster denn je. Für ihre Zukunft müssen sie sich mit der Bedeutung von Gegenseitigkeit und Wechselwirkungen auf diesem Planeten auseinandersetzen. Am Beispiel des Energieverbrauchs werden im Workshop Folgen unseres Konsums und technische Lösungen kritisch geprüft, und erörtert, was zukünftig besser gemacht werden könnte. Zuerst beschäftigen sich die Schüler*innen mit der weltweiten Einkommensverteilung und darauf basierend mit dem Primärenergieverbrauch. Sie lernen die verschiedenen fossilen und erneuerbaren Energiearten kennen und überprüfen die Konzepte der Erneuerbaren Energien auf ihre Nachhaltigkeit hin. Es werden an Beispielen die Vor- und Nachteile der Erneuerbaren Energieformen z.B. Großwasserkraft diskutiert. Durch einfache physikalische Experimente können die Schüler*innen die Funktionsweisen der Solar- und der Windenergie besser kennenlernen. Der Projekttag will zum kritischen Hinterfragen anregen und Lust machen, den Dingen auf den Grund zu gehen.
Das Angebot ist kostenfrei. Es wird von Lea Hinze, freie Bildungsreferentin für für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen, durchgeführt.
Anfragen bitte an:
Lea Hinze
Referentin für Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
Tel.: +49 (0) 163 4514759
E-Mail: lea.hinze(at)posteo.de
Für die 5.-11. Klassenstufe, 6 Unterrichtsstunden, kostenfrei
Hier können Jugendliche die vielfältigen Auswirkungen von Fleischkonsum in Deutschland und auf globaler Ebene erkunden und die gesundheitlichen, sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte betrachten. Der Projekttag thematisiert die wirtschaftlichen Verflechtungen im Bereich Landwirtschaft. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette vom Anbau des Futters über die Tierhaltung und Verarbeitung bis zum Verkauf der Ware betrachtet. Der Fokus liegt dabei auf entwicklungspolitischen Themen wie Armutsbekämpfung, Erhaltung natürlicher Ressourcen sowie nachhaltiger Landwirtschaft, etwa am Beispiel von Ackerfläche als wertvollem Gut im Konflikt zwischen der ortsansässigen Bevölkerung und großen multinationalen Unternehmen. Die Schüler*innen werden über ihr eigenes Ernährungsverhalten an das Thema herangeführt. Es werden kontroverse Perspektiven diskutiert: Einerseits Konsument*innen mit ihren Bedürfnissen nach bezahlbarer und guter Ernährung. Andererseits Landwirt*innen mit ihren verschieden akzentuierten Orientierungen bzgl. Wirtschaftlichkeit und Ökologie. Ebenso werden Landbewohner*innen, die von Landgrabbing und Monokultur betroffen sind, zu Wort kommen. Über das Einfühlen und Verstehen von Positionen können die Schüler*innen die Interessenvielfalt und daraus resultierende Interessenkonflikte herausarbeiten. Im Anschluss werden Handlungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeitet und durch das gemeinsame Zubereiten von Speisen, konkrete Beispiel für eine fleischreduzierte Ernährung kennengelernt.
Das Angebot ist kostenfrei und wird vom Thüringer Ökoherz e.V. umgesetzt. www.oekoherz.de
Anfragen bitte an:
Thüringer Ökoherz e. V., Christian Augsten
Tel. 03643 88 191 44
E-Mail: c.augsten(at)oekoherz.de
Gemeinsam mit der Grünen Liga Thüringen richtet die Volkshochschule jedes Jahr am letzten Samstag im Februar die Saatgut-Tauschbörse aus. Hier kommen Hobby- und Kleingärtner, junge Familien und Alt-Erfahrene zusammen, tauschen Samen und Wissen über Anbau, Pflege und Saatgutgewinnung aus. Auf diese Weise werden etwa alte robuste Sorten weitergegeben, die es im Handel nicht gibt und die sich für spezielle Boden- und Klimabedingungen gut eignen, um ökologisch – ohne Kunstdünger und Pflanzenschutzmittel – angebaut zu werden. Der Tausch von samenfestem Saatgut und der eigene Anbau im Garten oder Balkon stärkt konkret die Biodiversität vor Ort und wirkt empowernd für das eigene Engagement.
Mit einem Rahmenprogramm wird die Brücke geschlagen von der eigenen kleinen Welt zur globalen Situation. Etwa zu Bauern, die in die Abhängigkeit von Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-Konzernen geraten oder zum Kreislauf der Nahrung.