Politik.Kultur.Gesellschaft — Das Volkshaus in Weimar

Grafik: Maria Gottweiss - Ankündigungsflyer

Mehr als 100 Jahre steht das Volkshaus bereits in der Stadt Weimar. Seit dem Bau zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart wurde es für ganz unterschiedliche Zwecke genutzt: als Versammlungsort, als Veranstaltungsort, als Hort der Demokratie und der Gemeinschaft, als Zentrum der Bildung, aber auch als Schauplatz für Aufmärsche und Appelle.

Im Rahmen einer multimedialen Projekts hat sich die Volkshochschule Weimar der Geschichte des Volkshauses in der Klassikerstadt gewidmet und damit versucht, dessen langjährige Nutzung in den verschiedenen Epochen zu erforschen.

Das Ergebnis des Projekts ist vielfältig: Entstanden sind ein Podcast mit Einzelinterviews, eine eigene Webseite zum Volkshaus, eine begleitende Publikation sowie eine Ausstellung, die 2026 in den Fluren der Volkshochschule präsentiert wird.

Im historischen Treppenhaus der Volkshochschule lädt ein altes Radio dazu ein, in den Podcast hineinzuhören. Auf den einzelnen Treppenabsätzen stehen schwarze Pulte mit iPads bereit, auf denen die Publikation digital durchgeblättert werden kann.

Viel Spaß in der multimedialen Ausstellung!

Grafik: Maria Gottweiss – Ankündigungsflyer


Ausstellung von Elena Pirvu: Metamorphose

Grafik: Elena Pirvu - Metamorphosen

Elena Pirvu wusste schon früh, welchen Weg sie einschlagen wollte: Bereits mit zehn Jahren entschied sie sich für ein Leben in der Kunst und begann ihre Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule Bukarest. Es folgte eine rund 30-jährige Karriere als Bühnentänzerin – ein erfüllender Lebensabschnitt, geprägt von Bewegung, Musik und Ausdruck. Doch nach unzähligen Auftritten und Jahren auf der Bühne wandte sich Elena Pirvu einem neuen künstlerischen Medium zu: Sie tauschte die Spitzenschuhe gegen Pinsel und Farbpalette, das Scheinwerferlicht der Bühne gegen die Stille des Ateliers. Die Leidenschaft für Ausdruck und Ästhetik blieb – nur das Ausdrucksmittel veränderte sich. In ihren Gemälden verbindet Elena Pirvu Bewegung und Farbe auf eindrucksvolle Weise. Ihre Bilder wirken lebendig und leicht, oft spielerisch und mit einem feinen Gespür für Harmonie – wie Choreografien auf Leinwand, durchzogen von einem Hauch kindlicher Neugier und Offenheit.

Der Titel ihrer Ausstellung – Metamorphose – ist daher treffend gewählt: Er verweist auf Wandel, auf Entwicklung, auf Transformation durch Kunst. Wer an Ovids berühmte „Metamorphosen“ denkt, wird vielleicht Parallelen entdecken – nicht nur im Titel, sondern auch in der Idee, dass alles im Fluss ist und sich verändert. Doch obwohl sich die Formen wandeln, bleibt etwas Wesentliches bestehen – eine Seele, eine Erinnerung, ein Gefühl. Kunst ist ein Mittel, Wandel sichtbar und bedeutungsvoll zu machen.

Lassen Sie sich von den Bildern inspirieren, verweilen Sie, entdecken Sie Geschichten zwischen den Farben – und genießen Sie den Moment der Begegnung mit einer Kunst, die von Bewegung lebt, auch wenn sie still auf der Leinwand ruht.

Die Ausstellungseröffnung fand am 21. August 2025 um 17.30 Uhr in den Fluren der Volkshochschule statt.

Bild: Elena Pirvu – Metamorphosen


Pop-Up-Ausstellung Dietrich Bonhoeffer: Von guten Mächten wunderbar geborgen

Grafik: Ankündigung Ausstellung Dietrich Bonhoeffer

2025 jährt sich der Todestag Dietrich Bonhoeffers (1906-1945) zum 80. Mal. Der Theologe gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Bekennenden Kirche im christlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus nach 1933. 1940 mit Redeverbot und ein Jahr danach auch mit Schreibverbot belegt, wird er am 5. April 1943 verhaftet. Zuerst im Gefängnis Berlin-Tegel und später im Gestapo-Keller Prinz-Albrecht-Straße inhaftiert, wird er am 7. Februar 1945 nach Buchenwald in den ehemaligen SS-Arrest und von dort am 3. März über Regensburg und Schönberg im Bayerischen Wald in das KZ Flossenbürg gebracht. In der Nacht seiner Ankunft vom 8. zum 9. April 1945 verurteilt ein Standgericht Dietrich Bonhoeffer zum Tode; er wird noch am selben Tag erhängt.

Die Pop-Up-Ausstellung informiert über das Leben Bonhoeffers und enthält zahlreiche Zitate, Fotografien und Texte, unter anderem den berühmten Liedtext „Von guten Mächten“. Über QR-Codes können die Nutzer im Internet weitere Informationen abrufen – darunter Ton- und Videodokumente.

Die Vernissage fand am 17. März 2025, 18 Uhr im Foyer des Kommunalen Kinos mon ami statt.

Grafik: Ankündigung Ausstellung Dietrich Bonhoeffer


Ausstellung des Fotoclubs Weimar: Fotografen individuell

Foto: Bettina Burkhardt - Stachlige Angelegenheit

In den Fluren der Volkshochschule präsentierten wir zum Frühjahrssemester 2025 die aktuelle Ausstellung des Fotoclubs Weimar.

Wer ist dieser Fotoclub Weimar? Bereits im Jahre 1952 waren es Mitarbeiter des Stadtmuseums Weimar und interessierte Fotofreunde, die sich zu einem Freundeskreis Fotografie zusammenfanden. Einige richteten sich ein eigenes Fotolabor ein und begannen eine zielstrebige Fotoarbeit. Später wurde der Freundeskreis dann als Arbeitsgemeinschaft Fotografie in den Kulturbund der DDR aufgenommen und nach der Wende gemeinsam mit den Weimar-Werk Fotoclubs in einem Club weitergeführt. In regelmäßigen Zusammenkünften wird über die Fotos der einzelnen Mitglieder diskutiert und sich ausgetauscht über Erfahrungen mit neuen Kameras und anderen Geräten.

Der Fotoclub Weimar hat bereits viele Ausstellungen gestaltet. Die neueste heißt „Fotografen individuell“ und ist eine Besonderheit. Denn bei den bisherigen Ausstellungen und auch in den Fotowettbewerben treten die Mitglieder des Fotoclubs als Team auf. Das ist in dieser Ausstellung anders. Jedes Fotoclubmitglied hat ein oder mehrere Spezialgebiete, zu denen er über die Zeit eine Reihe von Bildern in seinem Fundus angesammelt hat. Von diesen Bildern zeigt jedes Fotoclubmitglied zehn Bilder in dieser Ausstellung. Es geht um wilde Tiere auf verschiedenen Kontinenten, um Insekten in unserer Heimat, um die Fliegerei, um Land und Leute, Porträts und um Asien. Seien Sie gespannt!

Foto: Bettina Burkhardt – Stachlige Angelegenheit


vielGESTALTigkeit – Kunstwerke aus dem lebens.artelier in Tröbsdorf

Bild: Künstlerin des lebens.arteliers

Wie langweilig wäre die Welt, wenn wir alle gleich wären, gleich aussehen würden oder Gleiches mögen würden? Mit der Herbstsemester-Ausstellung „vielGESTALTigkeit“ in den Fluren der Volkshochschule zeigen Kunstschaffende aus dem Kunstatelier des Lebenshilfe-Werks Weimar/Apolda e.V. einmal mehr auf, wie bunt und vielfältig die Welt ist. Die Ausstellung ist eine Hommage an die Unterschiede. Denn jeder Künstler und jede Künstlerin schaut mit einem ganz eigenen Blick auf die Welt und bringt die eigenen Eindrücke in einer erfrischenden Individualität auf Papier oder Leinwand.

Dank der Unterschiede können wir uns austauschen, voneinander lernen und somit immer wieder Neues erreichen oder Ungeahntes entdecken. Auch die Blickwinkel der Künstlerinnen und Künstler inspirieren und bereichern uns und halten uns an, uns mit „den anderen“ mit forschender Neugier auseinanderzusetzen. Manchmal leuchten sie voller Farben, manchmal sind sie ganz groß oder auch ganz klein. Eines aber haben sie gemeinsam:  alle Arbeiten sprühen vor Lebensfreude und bekräftigen selbstsicher das Motto des Lebenshilfe-Werks „Wir leben´s bunt“.

Im hauseigenen lebens.artelier des Lebenshilfe-Werks in Tröbsdorf entfalten die Kunstschaffenden ihre individuelle Kreativität in unterschiedlichen Kunstkursen. Die Vermittlung von verschiedenen Maltechniken sowie eine persönliche Auseinandersetzung mit den eigenen künstlerischen Fähigkeiten ermutigt nicht nur zur Teilhabe, sondern auch zur aktiven Mitgestaltung des öffentlichen Kunstgeschehens. Schon seit 1997 bereichert das Kunstatelier die begleitenden Maßnahmen für die Mitarbeitenden der Werkstätten Tröbsdorf, Legefeld, Egendorf, Kromsdorf und Apolda.

Lassen Sie sich inspirieren von der „vielGESTALTigkeit“!

Die Eröffnung der Ausstellung fand am 21. August 2024 um 17.30 Uhr in der Volkshochschule statt.

Bild: Künstlerin des lebens.arteliers